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Thema:Diagnosen[ Beitrag zum Thema verfassen ]
von: Erwin. L - verfasst am: 2003-11-03 10:34:08
 Genauere Diagnosen
Eine Behinderung ist keine Krankheit. Diese Sichtweise wird von Behindertenpädagogen massiv vertreten. Eine Sichtweise, die verhindern soll, dass behinderte Menschen als Kranke behandelt werden. Zuviel Rücksicht kann auch ungesund sein. Soviel zu dieser Sichtweise, die einen wichtigen Blickwinkel eröffnet hat. Ein anderes Thema ist aber die medizinische Seite. Alles Erleben ist ein Gehirnerlebnis lernt man heute im Psychologieunterricht, im Biologieunterricht. Ein Kind ist wie ein Schlüssel zu diesem Erleben. Was sieht es, wie sieht es, was hört es, und wie hört es? Für ein behindertes Kind benötigt man noch differenzierteres Wissen, als für ein nicht-behindertes! Ich würde deshalb eine genauere Diagnose bevorzugen, um besser verstehen zu lernen, was in meinem Kind vor sich geht. Die Entwicklung zeigt dahin, dass in Zukunft diesbezügliche genauere Diagnosen gestellt werden. Die Diagnose, die mir am wenigsten gesagt hat, wurde ca. 1960 gestellt, und lautete „Debiler Jugendlicher“. Es war sicher nicht so kräftig gemeint wie es klingt, aber man kann sich darunter einfach nichts vorstellen. Wir sollten alle in der Zusammenarbeit mehr aufeinander zugehen: Ärzte und Therapeuten, Pädagogen und Eltern. Je mehr wir gegenseitig lernen, ein desto größerer Potential an Wissen können wir sammeln, um Problemfelder bewältigen zu lernen.

 

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