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Glossar Behinderten-Pädagogik

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A

Absencekurze Trübung des Bewußtseins, tritt als eine der Epilepsieformen auf. Die Absence ist oft von so kurzer Dauer, dass sie unbemerkt bleiben kann.
AdipositasFettleibigkeit, krankhafte Veranlagung
AgnosieStörung des Erkennens trotz intakter Funktion der Sinnesorgane, der Intelligenz und des Bewußtseins.
AmelieVollständiges Fehlen der Gliedmaßen
AmniozenteseFruchtwasseruntersuchung mittels Punktion. Dabei wird eine hohle Nadel durch die mütterliche Bauchwand in die Gebärmutter gebracht und Fruchtwasser angesaugt. Der Nachweis bestimmter Eiweißkörper im Fruchtwasser läßt z.b. ein Kind mit Spina bifida vermuten
AntiepileptikaMedikation bei Anfallssymptomatik. Die Dosis ist abhängig von Alter, Gewicht und der Reaktion des jeweiligen Patienten auf das Medikament. Es sollten regelmäßige Laboruntersuchungen des Blutes vorgenommen werden.
AphasieSprachstörung durch Schädigung des Gehirns
ArthritisGelenksentzündung
AsomieSchlaflosigkeit
AtaxieKoordinationsverlust der für die Bewegung verantwortlichen Muskelgruppen
Athetosedauernde, unwianllkürliche, langsame und wurmförmige Bewegungen, besonders der Finger und Zehen, manchmal auch der Zunge andauernde, unwillkürliche, langsame und wurmförmige Bewegungen, besonders der Finger und Zehen, manchmal auch der Zunge.
Athrophiez.B. Muskelatrophie (Muskelschwund), fortschreitender Abbau des Muskelgewebes bis zur völligen Lähmung z.B. Muskelatrophie (Muskelschwund), fortschreitender Abbau des Muskelgewebes bis zur völligen Lähmung
AudiologieLehre von den Hörprüfungen zum Zweck der Diagnose und Therapie von Hörstörungen
AudiometerGerät zur Bestimmung des Hörvermögens
AuraWahrnehmungszustand vor einem epileptischen Anfall. Die Aura zeigt sich sehr vielgestaltig: Vertrautes oder Fremdes wird verschoben oder verkehrt erlebt (de`ja`-vu oder jamais-vu-Erlebnis), beschleunigt oder verlangsamt sich, vergrößert oder verkleinert die Außenwelt, wird ”es-haft”, anders als, ”als ob”. Der Patient kann mit einzelnen Sinnen illusionär verkennen oder szenisch halluzinieren.
AutismusBehinderung auf Grund einer genetischen Störung. In den letzten Jahren wurden verschiedene Vermutungen zur Entwicklung des Autismus aufgestellt, die nicht aufrecht gehalten werden konnten. Der Autismus kann mit einer mehr oder weniger schwerden geistigen Retardierung einhergehen. Typische Merkmale sind die Besonderheit der Sprache, das Bedürfnis zu Wiederholungen, extreme Schwierigkeiten bei Veränderungen von zeitlichen, räumlichen oder anderen Veränderungen. Die klassischen Autisten wurden von Kanner und Asperger beschrieben.
Autosomal dominante ErkrankungenBei der autosomal dominanten Vererbung wird das kranke Gen vom betroffenen Elternteil auf die Hälfte der Kinder unabhängig von ihrem Geschlecht übertragen. Bei manchen autosomal-dominanten Erbleiden kommt es vor, dass die Manifestation der Erkrankung bei einem Anlageträger ausbleibt. Hier spricht man von unvollständiger Penetranz. Die Penetranz des defekten Gens besagt, wieviel Prozent der Genträger das Krankheitsbild aufweisen. Bestimmte Typen von Extremitätenfehlbildungen, die durch mehrere Generationen vererbt werden, überspringen z.b. gelegentlich eine Generation. Von der Exaktheit der Untersuchung hängt es ab, ob bei den Anlageträgern irgendwelche Symptome gefunden werden oder nicht. Trotzdem gibt es Krankheiten, wie z.B. das Retinoblastom, die relativ häufig eine fehlende Penetranz zeigen. Bei einem Teil der autosomal-dominanten Erkrankungen kann die phänotypische Ausprägung des defekten Gens unterschiedlich sein.. Man spricht hier von einer variablen Expressivität eines Gens. Die Expressivität kann so schwach sein, dass die Krankheit nicht diagnostiziert wird..Beispiel: Tuberöse Hirnsklerose.
Autosomal rezessive ErkrankungenDie Patienten sind meist die einzigen in der Familie, vorallem wenn wie in den Industrieländern die Familie sehr klein ist. Ihre Eltern sind gesunde Anlageträger. Das Wiederholungsrisiko für die weiteren Kinder beträgt 25 %. Die Wahrscheinlichkeit für jedes Kind dieser Familie, wie die Eltern heterozygot zu werden ist 50%, und 25% für ein homozygot gesundes Kind. Das Verhältnis von Gesunden zu Kranken beträgt also 3:1. Ein Beispiel für eine autosomal rezessive Erkrankung ist die Zystische Fibrose (Mukoviszidose).

B

Basale StimulationKonzept für die Anregung, Förderung und Stimulation der Sinne nach Andreas Fröhlich: Die basale Stimulation wird vor allem im Bereich der Pflege im Sinne einer erweitereten Pflege angewandt, und im pädagogischen Bereich spielerisch eingesetzt. Mit ihrer Hilfe können gezielte Spielangebote gemacht werden, die für Kinder in der Frühförderung, als auch für Erwachsene Spannung in den Alltag bringen. Sie sollte aber nicht mit Therapieformen verwechselt werden, die bestimmte Sinnesbereiche gezielt fördern, oder Teilleistungsstörungen behandeln. Basale Stimulation ist keine gezielte Therapieform, sondern ein Förderungskonzept welches Pädagogen oder pflegende Berufe für neue Perspektiven in der Arbeit verwenden können. Es bringt sehr viel Abwechslung in den Alltag, wird aber oft mißverstanden und therapeutisch zweckentfremdet. Folgende Sinne werden in diesem Förderungskonzept angesprochen: vestibulär: Gleichgewicht, visuell: optisch, akustisch: über das Gehör, guslatorisch: über den Geschmacksinn, olfaktorisch: über den Geruchsinn, taktil: über die Haut (Tastsinn), ersetzt jedoch keine Ergotherapie oder Physiotherapie.
BlissKommunikationsmethode auf der Basis von Symbolen, die von Charles Bliss entwickelt wurden. Ursprünglich sollte eine international verständliche Sprache geschaffen werden, was jedoch scheiterte. Die Symbole wurden schließlich für behinderte Menschen zur Erleichterung und Erweiterung der Kommunikation eingesetzt. Speziell verwendet werden sie bei autistischen und cerebralen Störungen. Die Symbole regen die Phantasie des behinderten und nicht-behinderten Kindes und auch Erwachsenen an. Sie kann auch wie eine Geheimsprache verwendet werden. Einige Symbole finden sie im Bereich: Fachbeiträge. Wie bei allen Fördermitteln sind individuelle Möglichkeiten abzuschätzen. Das gilt nciht nur für die Blisssymbole sondern auch für die Gebärdensprache, die verstärkt auch im Bereich schwerst-geistiger Behinderung eingesetzt wird.

C

ChorionzottenbiopsieChromosomenuntersuchung. Dabei wird ein Plastikröhrchen durch die Scheide in die Gebärmutter eingeführt, ein paar Flocken aus den Fruchthäuten werden angesaugt und mittels “Flockentest” untersucht. Es können bei dieser Untersuchung sehr frühzeitig Störungen festgestellt werden.
Commotio cerebriHirnerschütterung
Contusio cerebriHirnquetschung

D

DeprivationEntfremdung der eigenen Persönlichkeit
DermographismusNachröten der Haut nach mechanischer Reizung
DiplegieLähmung beider Arme oder beider Beine
Down-SyndromGeistige Behinderung mit unterschiedlichen Schweregraden. Das Down-Syndrom (früher Mongolismus) ist die Folge eines genetischen Defektes. Am bekanntesten ist die Trisomie 21, dreifaches Vorhandensein beim 21. Gen. Es gibt verschieden Trisomien.

E

EEGElektroencephalogramm: Messung der Hirnströme
endogenvon innen ausgehenendogene Faktoren = Veränderungen die von innen her gesteuert werden
EpilepsieBewusstseinsstörungen, Krampfanfälle.
exogenvon außen, exogene Faktoren = äußere Einflüsse
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