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Vernetztes Arbeiten


Technische Geräte und Computer bestimmen den Praxisalltag.
Die Schlagworte Globalisierung der Wirtschaft Demokratisierung der Gesellschaft
Zunehmende Bedeutung der Qualität und die Computerisierung der Technologie
bestimmen die Tätigkeit in der Praxis.


Globalisierung: Im Sinne der Tendenz, auch die einzelnen medizinischen Bereiche zu einem großen Ganzen zusammenzuführen.


Demokratisierung: Im Sinne eines immer besser informierten Patienten, dessen Einbindung in medizinische Entscheidungen mittlerweile selbstverständlich ist.


Qualitätsansprüche: Diese machen selbstverständlich auch vor dem medizinischen Sektor nicht Halt; im Gegenteil sie werden bei dieser Arbeit in einem Ausmaß gestellt wie kaum in einem anderen Bereich des Lebens.


Computerisierung: der Technologie bestimmt auch die Medizin. Mit Einführung der Chipkarte, wird sie weiter beschleunigt. Alle Kassenärzte erhalten ein Lesegerät und sind damit in ein klar definiertes elektronisches Netz eingebunden. Wo dies nicht schon der Fall ist, ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Computer ein selbstverständliches Hilfsmittel sein wird.


Netzwerk Krankenhäuser – Praxen nur eine Facette: Die Vernetzung von Krankenanstalten mit Praxen und Praxen untereinander ist nur ein Teil eines sehr komplexen Themas:


Vernetzung der Krankenhäuser untereinander Vernetzung von Krankenhaus und Praxis Vernetzung von Praxis zu Praxis
Vernetzung von Pflegeeinrichtungen
Apotheken und diversen administrativen Stellen Vernetzung von Praxis und Patient (z.B. für die elektronische Überwachung der Herzfunktionen), sofern vom Patienten gewünscht
Die Nutzung sämtlicher medizinischer Informationen, die das globale Netz bietet.


Zum Zeitpunkt wird der elektronische Datenaustausch vor allem bei der Übermittlung von Arztbriefen und Laborbefunden genutzt.


Magda-Lena: Seit Oktober 1997 ist im Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales dies sogn. STRING (Standards und Richtlinien für den Informatikeinsatz im österreichischen Gesundheitswesen)-Kommission eingesetzt, deren Aufgabe es ist, Rahmenbedingungen für ein österreichweites Gesundheitsdatennetz, „MAGDA-LENA“ (Medizinisch-Administrativer Gesundheitsdatenaustausch – Logische und Elektronisches Netzwerk Austria) genannt, zu entwickeln. Darunter ist die Verbindung von Leistungserbringern des Gesundheitswesens untereinander als auch mit administrativen Stellen, z.B. den Sozialversicherung, zu verstehen. Ihr Zweck ist der elektronische Datenaustausch patientenbezogener Information. Neben den Zahlreichen technischen Fragen, nehmen Datenschutz und Datensicherheit einen besonderen Stellenwert ein, weil es in vielen Fällen nicht möglich ist, Daten anonymisiert weiterzugeben. Datenmissbräuche müssen durch konsequente Benutzer-, Zugriffs-, Übertragungs- und Systemkontrollen unbedingt vermieden werden und deutliche Konsequenzen nach sich ziehen. MAGDA-LENA wird kein neues, eigenständiges Netz, sondern soll unter Berücksichtigung der bestehenden österreichischen und europäischen Normen, aus der koordinierten, kompatiblen Entwicklung einzelner Ansätze entstehen. Die erste Fassung der Rahmenbedingungen für ein logisches österreichisches Gesundheitsdatennetz (MAGDA-LENA) sind unter www.akh-wien.ac.at/STRING/MAGDA-LENA.html verfügbar.


Möglichkeiten eines Netzwerks Krankenhäuser – Praxen:


a.) dem direkten Draht vom und zum Krankenhaus


b.) einem Netzwerk niedergelassener Praxen


In beiden Fällen impliziert der rasche Datentransfer folgendes:


Verbesserung der Kommunikation zwischen den Ärzten
Schnellere und genauere Befundübermittlung. Vermeidung von Doppelbefundungen
Zeitersparnis
Kostenersparnis
Effizientere Behandlung der Patienten
Bessere Vorbereitung der Patienten auf Krankenhausaufenthalte
Verkürzung derselben
Nachbehandlung von Spitalspatienten durch den Haus- bzw. Facharzt.
Steigerung der Attraktivität von Lehrpraxen auf Grund umfassender Ausbildungs- und Demonstrationsmöglichkeiten.


Patienteninformationssysteme: Patienteninformationssysteme vermitteln im Internet Erkenntnisse und Empfehlungen in allen medizinischen Sparten ( Krankheitsvorbeugung, Krankheitsursachen, Behandlungsverfahren, Rehabilitationsmöglichkeiten, Selbsthilfe) und informieren über Gesundheitsinitiativen.
Eine besondere Nachfrage stellen vor allem Themenkreise wie:


Ernährung, Prävention, Früherkennung, Wellness, Ärzte, Apotheken, Bewegung und Sport, Umweltbelastungen und deren Reduktion, Gesundheitsbelastungen am Arbeitsplatz, Notfalldienste, Medizin, (Lebens-)Beratung – Lebensstil, Krankenanstalten, Rechtliche Angelegenheiten dar.

Die Angebotspalette reicht im allgemeinen bis hin zu sehr detaillierten und für den Laien in verständlicher Form aufbereiteten Informationen. Weiters besteht die Möglichkeit, via e-mail spezifische Fragen zu stellen, die von Fachleuten beantwortet werden. Die Kooperation zwischen privaten und staatlichen Organisationen wird immer mehr forciert und wird vom Grundgedanken geleitet, den potenziellen Patienten und Interessierten Zugang zu den jeweils gewünschten Informationen zu bieten.
Die Initiative "Arznei und Vernunft" des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger gemeinsam mit der Pharmig, der Vereinigung pharmazeutischer Unternehmen, und der Wirtschaftskammer Österreich. Diese interinstitutionelle Zusammenarbeit zwischen Arzneimittelwirtschaft und der Sozialversicherung stellt einen Meilenstein für die gemeinsamen ökonomischen Ziele im Arzneimittelwesen dar. Unterstützende Partner sind das Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen (bmsg), die österreichische Ärztekammer (ÖÄK), die österreichische Apothekerkammer und die Bundesarbeitskammer.

Hauptziele: Ein vernünftiger Umgang mit Arzneimitteln auf allen Ebenen des Gesundheitswesens und die Verfügbarkeit des medizinischen Fortschrittes. Im Rahmen der Initiative "Arznei und Vernunft" werden Disease Management Pläne für Ärzte als Therapieempfehlung für wichtige Arzneimittelgruppen erstellt.


Gesundheitsnetzwerke: Mögliche Partner: Österreichisches Netzwerk Gesundheitsfördernder Städte
Europäisches und Österreichisches Netzwerk Gesundheitsfördernder Schulen.
Internationales und Österreichisches Netzwerk Gesundheitsfördernder Krankenhäuser
EU-Netzwerk zur Betrieblichen Gesundheitsförderung
Megapoles (Hauptstädte der Eu-Mitgliedstaaten
Transnationales Netzwerk
Europäisches Netzwerk der Nationalen Institute für Gesundheitsförderung (ENHPA, transnationales Netzwerk)


Den interdisziplinären Expertengremien der Netzwerke obliegt es, im Tätigkeitsfeld die aktuelle Situation zu analysieren und darauf folgend Maßnahmen und Strategien zu erarbeiten, die das Gesundheitspotential der Bevölkerung steigern. Die vernetzte Zusammenarbeit aller Gesundheitsinstitutionen im Rahmen von Aufklärungskampagnen und Initiativen gewährleisten somit einerseits, dass die Bevölkerung so umfassend wie möglich informiert ist und das Maßnahmen gesetzt werden, um das Gesundheitspotential der Bevölkerung zu stärken.


Gerade für Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen:
sind fortschrittliche Gesundheitsmodelle von großer Bedeutung, weil sie auf

ständige Kontrollen
neueste Forschungsergebnisse in der Medizin und ein komplexes Informationsmodell

nicht verzichten können. Ihre Lebensqualität hängt sehr stark von persönlicher, ärztlicher und therapeutischer Informiertheit ab, wobei in bestimmten Bereichen die Informiertheit im pädagogischen Bereich auf keinen Fall ausgeschlossen werden darf, da gerade hier eine besonders wichtige Vermittlungsfunktion von Informationen stattfinden kann.

Der Kontakt zum behinderten Menschen und seinen persönlichen Daten ist oft durch langjährige Betreuung besonders eng, und der Austausch zwischen Familie und Pädagogen verstärkt vorhanden.

Die Informiertheit der Pädagogen über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und Empfehlungen muss in Zukunft verstärkt gefördert werden, damit sie mit dieser zusätzlichen Befähigung die Informationsweitergabe systematisch erlernen, und auch beim Filtieren der zunehmenden Informationsflut behilflich sein können. Damit erhält nicht nur die behinderten- und sonderpädagogische Tätigkeit eine Aufwertung, vor allem der Informiertheitsgrad aller Beteiligten nimmt zu. Eine Aufgabe, die man in ihrer Dringlichkeit nicht unterschätzen sollte.


(Literatur: Vernetzte Gesundheit, Chancen und Risiken des Internet für die Gesundheit, Oskar Meggeneder und Horst Noack (Hrsg.)
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