Montag:
Einstieg in die Klangwoche:
Überall im Raum sind Instrumente verteilt, im Hintergrund wählen sie eine sanfte und eindringliche Musik aus, wobei einzelne Instrumente gut zu unterscheiden sein sollen. Ihre Gruppe sitzt mit ihnen in einem Sesselkreis. Sie haben alle bereits vorbereitet, dass eine besondere Wochengestaltung statt finden wird, und welches Thema sie ausgewählt haben. Sie bieten nun genügend Zeit an,sich auf die Musik einzustellen. Verbinden sie diese Einstimmung mit einer einfachen Entspannungsübung. Sie finden Übungen im Anhang. , Sobald sie das Gefühl haben, dass alle gelockert und aufnahmebereit sind, beginnen sie mit einem Ratespiel. Benennen sie Instrumente, die sie im Raum verteilt haben, und die jeder einzelne nun ausfindig machen soll, um es in den Sesselkreis mitzubringen. Jetzt probieren alle ihr Instrument aus, und versuchen die Musik auf der CD nachzuahmen. Sie sollen dabei nicht auf Klangqualität achtgeben, sondern hauptsächlich gute Laune schaffen, wenn sie bemerken, dass wenig Ähnlichkeiten mit der CD auffallen werden. Halten sie ein Aufnahmegerät bereit, um den Vergleich noch lustiger zu gestalten.
Bevor sie nun in ihr vormittägliches Programm einsteigen, bauen sie eine Pause ein. Den gemeinsamen Imbiss gestalten sie als kleines Experiment. Jeder erhält ein Glas, die nun in einer Reihe aufgestellt werden. In die Gläser füllen sie unterschiedlich viel Flüssigkeit ein, sodaß im ersten Glas wenig Flüssigkeit vorhanden ist. Sie steigern die Menge pro Glas bis das letzte fast voll ist. Mit einem Löffel entstehen nun unterschiedliche Klänge. Viel Flüssigkeit ergibt eine hohe Tonlage. Bereiten sie bunt dekorierte Brote vor, die sie mit Senf, Tomatenmark etc. mit Noten und Notenschlüsseln verzieren können, oder malen sie gemeinsam einfach fröhliche bunte Gesichter.
Vormittag:
Sie wählen einen geräuscharmen Raum aus, und bereiten sich gemeinsam mit ihrer Gruppe auf die Produktion eines Hörspieles vor. Wählen sie eine einfache Geschichte aus, in der möglichst viele unterschiedliche Geräusche vorkommen. (Wasser, Feuer, Klopfen, Kratzen etc.). Jeder symbolisiert eine Figur, ein Element, oder erhält einfach nur ein Instrument. Um eine bessere Identifikation mit den Figuren zu erreichen bereiten sie für jeden eine entsprechende Verkleidung vor, die er während der Gestaltung des Hörspieles trägt.
Wenn der Text zu schwierig ist, übernehmen sie selbst die Passagen bei denen es Probleme gibt. Erproben sie den Zeitablauf und das Erzeugen der Geräusche öfter durch, bevor sie die erste Aufnahme machen. Lassen sie jeden einzelnen seinen Text oder die Geräuscheprobe auf Band gleich nach der Aufnahme anhören. Sie erhöhen damit den Reiz zu sprechen und mit den Klängen zu experimentieren. Zum Schluß bauen sie wieder eine Pause ein, bevor sie gemeinsam ihr Hörspiel auf Band anhören. Arbeiten sie auch mit Lichteffekten, um für mehr Stimmung während des Arbeitens zu sorgen. Setzen sie möglichst naturgetreue Elemente für die Geräuscherzeugung ein. Ein Gefäß mit Wasser, Zündhölzer, verschiedene Papiersorten, das Geräusch einer Schreibmaschine, ein Mixgerät aus der Küche, alles was sie zur Verfügung haben. Wenn sie die Möglichkeit haben, erhält jeder eine Casette des Hörspieles auf der sie seinen Beitrag vermerken.
Es wird jetzt Zeit ans Mittagsessen zu denken, wo die Erlebnisse des Vormittages besprochen und verarbeitet werden können. Eine einstündige Pause im Anschluß bewährt sich gut.
Nachmittag:
Bereiten sie sich nun auf einen besonderen Wahrnehmungsspaziergang vor. Dabei können sie die Gruppe aufteilen, zwei bis drei Personen, je nach Betreungsschlüssel schließen sich nach Wunsch zusammen. Sie wählen einen gemeinsamen Standort aus, bei dem sie sich trennen, und nach ca. einer Stunde wieder treffen. Jede Gruppe soll nun während des Spazierganges möglichst viele Geräusche sammeln. Nehmen sie ein Blatt Papier mit. Sie können einen Stadtspaziergang oder einen Spaziergang in der Natur planen. Beides ist ergiebig. Nach einer Stunde, wenn alle langsam wieder zurückkehren, vergleichen sie die Notizen und premieren sie die beste Gruppe mit einem kleinen Preis.
Wenn sie in Form einer Tagesbetreuung arbeiten, verwenden sie die Preisverleihung als Tagesabschluss. Arbeiten sie in einem Wohnheim bietet sich vielleicht die Möglichkeit einer Abendgestaltung. Planen sie am ersten Tag ein eher lockeres Programm, da die Eindrücke erst verarbeitet werden müssen. Z.b. Jeder bringt seine Lieblingsmusik in den Aufenthaltsraum mit und die Gruppe lernt sich anhand der Musikvorlieben besser kennen und verstehen. | Lesen sie eine Klanggeschichte vor, oder hören sie einfach nocheinmal ihr Hörspiel gemeinsam an.
Dienstag:
Vormittag:
Bereiten sie als Einstieg wieder eine Entspannungsübung vor, und tauchen sie mit ihrer Gruppe sanft in die Welt der Klänge ein.
Heute steht eine Klangwerkstätte am Programm. Sie stellen mit ihrer Gruppe selbst Instrumente her. Sie finden dazu beliebig viele Anleitungen. Ich möchte ihnen hier die Herstellung eines Regenmachers mit einfachem Material beschreiben. Sie benötigen ca.
1 - 2 Meter lange Pappröhre, genügend Nägel, Reis oder Gerste und Farben. Die Nägel werden eng aneinander gereiht in die Röhre geschlagen, sodaß kaum Abstände bestehen.
Anschließend verschließen sie das Papprohr auf einer Seite, füllen die Gerste ein, und
verschließen die zweite Seite. Jeder bemalt nun sein Rohr in bunten Neonfarben.
Wie groß das Papprohr sein soll hängt von der Geschicklichkeit und dem Arbeitstempo ihrer Gruppe ab. Sie können auch eine Gemeinschaftsarbeit daraus machen. Zur Jausenzeit ruft
jemand mit einer Glocke oder einem Instrument.
Nachmittag:
Planen sie heute mit ihrer Gruppe ein Geräuschspiel vor. Zeichnen sie Füße in verschiedenen Farben auf einer großen Fläche auf. Jede Farbe bedeutet ein bestimmtes Instrument. Nun versucht jeder den Fußspuren zu folgen, sobald er z.b. die roten Spuren betritt, kommt das passende Instrument zum Einsatz. Dabei müssen alle sehr aufmerksam mitarbeiten, um nicht im falschen Moment zu trommeln oder zu rasseln. Wählen sie je nach Zeitplan entsprechend viele Spiele aus, achten sie aber darauf dass es nicht zu viele sind. Wiederholen sie besser eines ein zweites Mal, je nach Aufmerksamkeit und Wunsch ihrer Gruppe.
Abend:
Nehmen sie sich heute Zeit für den Besuch in einem Musikcafe´, oder einer sonstigen Lokalität mit entsprechender Musik.
Mittwoch:
Vormittag:
Bringen sie ihrer Gruppe einen Kulturkreis und die Musik desselben näher. Wählen sie ihr eigenes Land oder eine anderes. Als Einstimmung legen sie eine CD im Hintergrund auf,und lesen eine Geschichte vor die dem Verständnis ihrer Gruppe entspricht und Land und Leute näher bringt. Sammeln sie vorher Anschauungsmaterial, Bücher, Bekleidung, spezielle Instrumente und geben sie die Möglichkeit alles auszuprobieren.
Im Anschluß bereiten sie mit ihrer Gruppe eine landestypische Mahlzeit zu, und hören sie dabei die verschiedenen Musikrichtungen des Landes an.
Abend:
Vielleicht haben sie heute eine Möglichkeit mit ihrer Gruppe ein Musikstück im Theater anzuhören, oder ein Konzert zu besuchen.
Donnerstag:
Bgeginnen sie heute mit einer längeren Entspannung. Ihre Gruppe wird nun vielleicht gerade einen kleinen Tiefpunkt haben und von den Eindrücken ein wenig müde sein. Sie können
etwas Erholung schaffen.
Vormittag:
Den Vormittag verbringen sie mit lustigen Geräuscheraten. Erzeugen sie die Geräusche selbst, oder verwenden sie eine CD. Wer am meisten Punkte erzielt, erhält eine kleine Überraschung, natürlich gibt es auch Trostpreise.
Nachmittag:
Nehmen sie sich am Nachmittag Musikgymnastik oder Tänze vor.
Abend:
Setzen sie sich mit ihrer Gruppe ins Freie, und hören sie einmal ganz bewußt die Geräusche in der Dunkelheit an. Bieten sie entspannende Musik an.
Freitag:
Bereiten sie die Gruppe am Morgen auf den letzten Tag und das Ende ihrer gemeinsamen Woche vor. Lassen sie jeden ein wenig erzählen oder gestikulieren.
Vormittag:
Gestalten sie eine Rhytmikstunde mit Tanz und Gesang vor. Erfinden sie gemeinsam ein Lied zu ihrer Klangwoche in dem jeder vorkommt.
Lassen sie heute viel Zeit für Essen und Ruhephase.
Nachmittag:
In der Tagesbetreuung gestalten sie heute den Abschlußnachmittag. Gut eignet sich dafür eine Abschlußparty, die sie ganz individuell gestalten können. Zum Abschluß erhält jeder
eine Teilnahmebestätigung an der Klangwoche mit Programm und seinen persönlichen Arbeiten. (selbstgebasteltes Instrument, Hörspielcasette). Sie können die Teilnahmebestätigung in Form einer Musikkarte gestalten, die sie selbst oder mit der Gruppe hergestellt haben. Kleben sie z.B. eine alte nicht mehr benötigte CD auf bunten Karton, stellen sie ein Geräuschesäckchen her.
Abend:
Zeit für einen Discoabend im Wohnbereich oder es geht auch wirklich in die Disco und alle tanzen ins Wochenende.
Musik bedeutet Lebensqualität, in diesem Sinne
Viel Vergnügen für alle die mitarbeiten...
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