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Ein Hauch Exotik, Massage und Therapieformen


Qi-Gong-Kugeln
Sie sind seit dem 13. Jahrhundert in China als einer der drei berühmten Schätze der Baoding-Region bekannt. Ursprünglich waren es massive Stahlkugeln, heute sind es vorwiegend Hohlkugeln mit eingearbeiteten Klangkörpern. Bei jedem Paar klingt die eine Kugel hoch, was Yin, das Weibliche, und die andere tief, was Yang, das Männliche, bedeutet. Die Übung ist einfach und rasch erlernbar. Man nimmt beide Kugeln in eine Hand und lässt sie mit Hilfe aller fünf Finger kreisen. Durch die Rotation der Kugeln werden die Muskeln des Unterarms gespannt und wieder entspannt. Die Drehrichtung soll alle 3 – 5 Minuten gewechselt werden. Nach 10 – 15 Minuten sollte ein Handwechsel erfolgen. Es ist empfehlenswert anfänglich mit kleineren Kugeln zu beginnen, um die Koordination der Handbewegung zu trainieren. Später ist es dann um so effektiver zu größeren und schwereren Kugeln zu wechseln.

Duftkräuter-Topf
Nehmen sie einen hübschen Topf mit Deckel und füllen ihn mit getrocknetem Thymian erster Qualität und anderen stimmungshebenden Kräutern. Nehmen sie sich immer wieder einmal Zeit ein paar Kräuter aus dem Topf zwischen den Fingern zu verreiben.

Kräutersäckchen
15 g Gewürznelken, 10 Kardamom-Schoten, 1 TL Salz, 15 g Pfefferminze, 15 g Rosmarin, trockene Schale einer Zitrone. Zerreiben sie Gewürznelken, Kardamom und Salz zu einem feinen Pulver, mischen die Kräuter darüber und füllen sie das Säckchen.

Gesichtsmassage
Machen sie es sich bequem, und verreiben sie einen Teelöffel warmes Massageöl zwischen den Händen. 1. Legen sie ihre Hände einige Sekunden lang zum Aufwärmen auf das Gesicht. Führen sie ihre Hände nun gleichzeitig nach links und rechts bis zu den Ohren. 3 mal wiederholen. Damit lösen sie Spannungen aus ihrem Gesicht. 2. Legen sie ihre Hände übereinander quer auf die Stirn. Streichen sie abwechselnd mit beiden Handflächen sanft aufwärts über die Stirn, vom Nasenrücken zum Haaransatz. Schließen sie die Augen um richtig zu genießen. 6 mal wiederholen. 3. Streichen sie mit den Fingerkuppen von der Stirnmitte nach außen zu den Schläfen. Reiben sie dort kleine Kreise auf die Haut, mit so viel Druck, wie es ihnen angenehm ist. Gleiten sie wieder zur Stirnmitte zurück, um die Finger abermals nach außen zu ziehen. 4 mal wiederholen. 4. Drücken sie ihre Augenbrauen zwischen Daumen und Zeigefingern, von der Mitte nach außen. Gleiten sie wieder zurück, und legen sie ihre Fingerkuppen an die Nasenwurzel zwischen den Augenbrauen. Ziehen sie mit etwas Druck den Bogen der Brauen nach, indem sie sie im Halbkreis nach oben schieben. Diese Streichung hilft, Spannungen im Bereich der Augen und Stirn abzubauen. 4 mal wiederholen. 5. Legen sie ihre Fingerspitzen links und rechts neben die Nasenflügel. Üben sie leichten Druck aus, und führen sie sie langsam auseinander, streichen über die Wangen zu den Ohren. Von den Ohren gleiten ihre Hände zu den Mundwinkeln. Von dort aus streichen sie wieder nach außen, dann zurück zur Kinnspitze, und von dort nach hinten zum Nacken. 3 mal wiederholen. 6. Beenden sie die Massage, indem sie ihr Gesicht mit den Händen bedecken und sanft auswärts streichen. Atmen sie beim Auswärtsstreichen aus, beim Zurückgleiten ein. 3 mal wiederholen. – Tipp: Ein Gesichtsdampfbad nach der Massage unterstützt die entspannende Wirkung, und die Haut sieht anschließend rosig und straff aus: 1 Liter Wasser zum Kochen bringen, etwas abkühlen lassen und 1 Teelöffel Rosenwasser (aus der Apotheke) zugeben. Dauer: 5 Minuten

Selbstmassage im Rolli (im Büro, oder zu Hause)
1. Machen sie es sich bequem. Streichen sie mit ihrer rechten Hand langsam vom Haaransatz hinter dem linken Ohr seitlich am Hals entlang abwärts bis zur Armkugel einmal kräftig, und lassen sie dann ihre Hand zurückgleiten. 3 mal wiederholen, bevor sie die rechte Seite mit der linken Hand massieren. 2. Legen sie beide Hände um den Hals, so dass sich ihre Fingerspitzen hinten an der Nackenwirbelsäule treffen. Schließen sie die Augen, und ziehen sie ihre Hände mit etwas Druck langsam nach vorne zu den Schlüsselbeinen hin. Beim Ziehen nach vorne atmen sie aus, beim Zurückgleiten der Hände atmen sie ein. 5 mal wiederholen. 3. Jetzt legen sie ihre Hände so auf die Schultern, dass die Fingerspitzen nach hinten zu den Schulterblättern zeigen. Schließen sie ihre Augen. Geben sie Druck auf die Fingerspitzen, und ziehen sie sei ganz langsam nach vorne zu den Schlüsselbeinen. Dort angekommen, lassen sie die Fingerspitzen leicht nach hinten zurückgleiten. 3 mal wiederholen.

Akupressur gegen Stress
Die Akupressur der folgenden Punkte führt schnell zur Entspannung und Beruhigung: 1. Mit dem Daumen der rechten Hand pressen sie den Punkt auf dem linken Handrücken mit leichtem Druck: etwa 10 Sekunden lang. Lassen sie für etwa 2 Sekunden den Druck etwas nach, drücken sie dann wieder fester zu. Anschließend drücken sie den Punkt auf dem rechten Handrücken mit dem linken Daumen. – jeweils 1 Minute. 2. Mit beiden Zeigefingern üben sie gleichzeitig leichten Druck auf die beiden Punkte aus, die sich seitlich etwa eine Hand breit unterhalb der Knie befinden, und zwar seitlich. Dauer: bis zu fünf Minuten. Zur Erklärung: Der Punkt an der Hand ist die Talsenke, sie befindet sich zwischen Daumen und Zeigefinger, gehen sie ca. 2 cm in Richtung Handrücken.

Fußreflexzonenmassage
Machen sie es sich bequem, legen sie einen Fuß quer über den Oberschenkel des anderen Beins. Stabilisieren sie den Fuß mit einer Hand, während sie den Daumen der anderen Hand auf den großen Zeh, unterhalb des ersten Gelenks legen. Reiben sie mit dem Daumen mit etwas Druck kleine Spiralen entlang der Fußinnenkante abwärts in Richtung Ferse. Arbeiten sie sich dabei ganz langsam vor. Die Stellen, an denen sie Schmerzen verspüren, entsprechen den schmerzenden Rückenabschnitten. Widmen sie diesen Zonen besonders viel Aufmerksamkeit, indem sie etwa 10 Sekunden lang kreisend auf der Stelle massieren. Von der Ferse streichen sie mit dem Daumen zurück zur Ausgangsposition. Führen sie die Reibungen noch 2 mal aus, bevor sie zum anderen Fuß wechseln. Tipp: Ein warmes Fußbad 36 – 38°C unterstützt die Wirkung der Massage. Bewegen sie während des Bades die Zehen, dehnen und strecken sie die Füße. Mit beruhigendem, pflegenden Öl einreiben. – Als Hilfsmittel für die Reflexzonenmassage eigenen sich vor allem der Body Roll und der Noppenball. Der Body Roll eignet sich gut zur Körpermassage und ist auch auch zur Baby-Massage geeignet. Noppenbälle eignen sich insbesonders für die Hände. Der ideale Durchmesser beträgt 8 cm. Empfehlenswert ist als Unterstützung auch das Barfuß-Laufen. Es konnte festgestellt werden, dass Menschen die öfters barfuß laufen ein besseres Fallverhalten zeigen. Das heißt unsere Füße sind empfindliche Sensoren, und stehen mit der gesamten Motorik des Körpers in Verbindung.

Tinktur
Die Wirkstoffe der Kräuter extrahiert und mit Alkohol konserviert. Früher wurde das erreicht, indem man die Kräuter in Wein kochte. Tinkturen können aus frischen oder getrockneten Zutaten bereitet werden. Obwohl einige Kräuter mit unterschiedlichen Alkoholprozenten angesetzt werden müssen (15-90prozentig), kann die folgende Maßangabe allgemein für häusliche Zwecke verwendet werden: 25 g trockene oder 50 g frische Kräuter auf 600 ml oder 21/2 Becher Alkohol. Wer keinen Alkohol verträgt, gibt die Dosis in 50 ml oder ¼ Becher Wasser und lässt sie mehrere Stunden unbedeckt stehen, so dass sich der Alkohol verflüchtigt. Zutaten: 15 g trockene Kräuter 200 ml oder 7/8 Becher Alkohol wie Wodka oder Weinbrand 85 ml oder 6 Esslöffel Wasser. Als Erfrischung: 5 Tropfen oder 1 Teelöffel 3mal täglich. Zerdrücken oder hacken sie die Kräuter, mischen sie Alkohol und Wasser. Legen sie die Kräuter in ein passenden Glasgefäß und fügen sie den verdünnten Alkohol hinzu. Etikettieren und datieren sie, und lassen sie das Glas an einem kühlen, dunklen Platz zwei Wochen stehen., täglich einmal schütteln. Drücken sie die Kräuter nach zwei Wochen kräftig aus, werfen sie die ausgelaugten Kräuter weg. In sauberen Flaschen ist die Tinktur unbegrenzt haltbar.

Baby-Massage
für behinderte und nicht-behinderte Babys: 1. Verreiben sie etwas Massageöl in ihren Händen, und legen sie sie auf die Schultern des Kindes. Streichen sie sanft und gleichmäßig über die Armmuskeln nach außen, die Arme hinunter bis zu den Händchen. Umfassen sie die Hände kurz. Dann legen sie ihre Hände auf den kleinen Bauch und streichen nach oben über den Brustkorb zu den Schultern. 3 mal wiederholen. 2. Umschließen sie mit einer Hand ein Händchen ihres Babys, um den Arm zu stabilisieren. Mit der anderen Hand streichen sie sanft vom Unterarm aufwärts zum Oberarm bis über die Armkugel. Danach streicht ihre Hand wieder sanft zurück nach unten. 3 mal wiederholen. Genauso massieren sie den anderen Arm ihres Kindes. 3. Umfassen sie mit einer Hand das Handgelenk ihres Kindes. Streichen sie mit den Fingerspitzen der anderen Hand über den Handrücken bis zu den Fingerspitzen ihres Kindes; bei jedem Strich über den Handrücken kneten sie sanft einen anderen Finger. 3 mal wiederholen. Dann wechseln sie zur anderen Hand ihres Kindes. 4. Umfassen sie einen Fuß des Babys, und streichen sie mit der anderen Hand über den Unterschenkel bis zur Hüfte. Anschließend gleitet ihre Hand sanft zurück zum Fuß. 3 mal wiederholen. Mit gegengleichen Handgriffen massieren sie danach das andere Bein ihres Kindes. 5. Mit einer Hand stabilisieren sie den Fuß ihres Kindes, mit den Fingerspitzen der anderen Hand streichen sie über den Fußrücken bis hin zu den Zehen und kneten bei jedem Streichen eine andere Fußzehe, wie bei den Händen. – Um den Rücken des Babys zu massieren, drehen sie es über die Seite langsam auf den Bauch. Gerade am Rücken können auch Babys schon verspannt sein. Achten sie darauf, dass sie nur die Rückenmuskeln, nicht aber die Wirbelsäule massieren! 6. Verreiben sie etwas Massageöl in ihren Händen, und legen sie sie auf den kleinen Po. Von dort aus streichen sie aufwärts über den Rücken zu den Schultern, umfassen sie sanft und lassen ihre Hände dort ein wenig ruhen. Lassen sie die Hände wieder zurück zum Po gleiten, und wiederholen sie die Streichung noch 2mal. Beim nächsten Aufwärtsstreichen massieren sie mehr den seitlichen Rückenbereich, indem sie ihre Handflächen auch über die Körperaußenseiten gleiten lassen – hinauf bis zu den Schultern, dort ruhen lassen und dann hinab bis zu den Oberschenkeln. 3 mal wiederholen. 7. Legen sie beide Hände quer zum Rücken nacheinander auf den oberen Rückenbereich in Höhe der Schulterblätter. Beginnen sie, mit fließenden, rhythmischen Streichbewegungen nach unten zum Po hin zu massieren. Heben sie dabei immer eine Hand über die andere. Genießt ihr Baby diese Streicheleinheiten, können sie den Vorgang 3mal wiederholen. Tipp: Bei einem behinderten Baby informieren sie sich zusätzlich über Körperwahrnehmung und Entwicklung im ersten Lebensjahr, das Entstehen von Bewegungsmustern und den Zusammenhängen. Von ihrer Physio- oder Ergotherapeutin erhalten sie Auskünfte über die Vorteile, die Babymassagen ihrem Kind bieten. Behindertenpädagoginnen informieren sie über unterstützende Spiele, und Infomaterial. „Ein Kind mit Berührungen zu füttern, seine Haut und seinen Rücken zu nähren, ist ebenso wichtig, wie seinen Magen zu füllen.“ (Frédérick Leboyer, französischer Geburtshelfer). Buchtipp: Sanfte Hände. Die traditionelle Kunst der indischen Babymassage; F. Leboyer, Kösel-Verlag, München.

Partnermassage
Rücken: Verreiben sie zunächst das erwärmte Massageöl zwischen ihren Handflächen, und legen sie beide Hände auf den unteren Rücken. Bringen sie etwas Druck auf die Hände, indem sie sich leicht vorbeugen, und streichen sie in einer fließenden Bewegung auf den Muskelsträngen links und rechts der Wirbelsäule aufwärts in Richtung Nacken. Von dort streichen sie über die Schulter zur seitlichen Rückenpartie hin, lassen ihre Hände dann abwärts Richtung Gesäß gleiten und führen sie in einem Halbkreis wieder nach innen zur Wirbelsäule. Sie befinden sich jetzt in der Ausgangsposition, von wo aus sie erneut aufwärts streichen können. 6 mal wiederholen. 2. Für tiefenwirksame Streichungen setzen sie nun die Fingerknöchel ein. Dazu winkeln sie ihre Finger zu einer halb geöffneten Faust und legen die Fingerrücken auf den unteren Rückenabschnitt links und rechts der Wirbelsäule. Schieben sie beide Hände mit Druck Richtung Nacken. Am Nackenansatz öffnen sie ihre Hände, ohne jedoch den Hautkontakt zu unterbrechen, so dass ihre Handinnenflächen aufliegen. Über Schultern und Armkugeln streichen sie an den Außenseiten des Rückens wieder zurück zur Ausgangsposition am unteren Rücken. 3 mal wiederholen. 3. Kneten sie nun die gegenüberliegenden Rückenmuskeln: Das heißt, wenn sie links vom Partner stehen, kneten sie zuerst die rechte Seite, und umgekehrt. Fassen sie dazu mit beiden Händen eine Hautfalte am unteren Rücken zwischen Wirbelsäule und Hüfte, und kneten sie sorgsam durch. Kneten sie nach oben bis zum Nackenrand, und lassen sie dann beide Hände wieder zurück zum unteren Rückenrand gleiten. Führen sie die Knetungen nochmals aus, bevor sie auf die andere Seite wechseln. 4. Mit Reibung können sie kleine Muskelhärten aufspüren und auflösen: Legen sie beide Hände wieder unten auf den Rücken, und reiben sie mit den nicht zu steil angewinkelten Daumen kleine Kreise auf die Muskelstränge links und rechts der Wirbelsäule. Arbeiten sie sich zentimeterweise nach oben vor, indem sie eine Spirale beschreiben, danach wieder auf der Stelle kreisen, und so weiter.
Am Nackenrand angekommen, lassen sie ihre Handflächen zurück nach unten zur Ausgangsposition gleiten, von wo aus sie die Reibungen noch 2 mal wiederholen. 5. Sind die Rückenmuskeln sehr verspannt, sollten sie beide Seiten nochmals einzeln bearbeiten. Sie beginnen wieder am unteren Rücken. Legen sie eine Hand immer vor die zu behandelnde Stelle, während die andere mit dem Daumen kleine Spiralen im Uhrzeigersinn in die Haut reibt. So arbeiten sie sich zentimeterweise aufwärts bis zum Haaransatz. Von dort gleiten sie mit den Handflächen zurück. Wiederholen sie dies 2 mal, bevor sie sich der anderen Seite des Rückens zuwenden. 6. Beenden sie die Massage mit den in Schritt 1 und 2 beschriebenen leichten und tiefenwirksamen Streichungen. 3 mal wiederholen.

Steinmassage (LaStone-Therapie)
Durch die während der Massage eingesetzten Wärme- und Kältereize erfahren sie eine wesentlich intensivere Anregung des Stoffwechsels und ihrer Durchblutung.

Akupunktmassage nach W. Penzel
Sie heißt auch Meridianmassage, weil ihre Grundlage die Meridianlehre ist. Mit einem Massagestäbchen werden zunächst entlang der Meridiane zu schnell oder zu langsam fließende Energien ausgeglichen. Anschließend werden die Akupunkturpunkte mit einem Vibrationsgerät stimuliert. Die Akupunktmassage wird insbesondere bei funktionellen Störungen, chronischen Schmerzen und als vorbeugende Maßnahme angewandt.

Shiatsu
„Shi“ gleich „Finger“ und „atsu“ gleich „Druck“ ist die japanische Variante der chinesischen Fingerdruckmassage Akupressur. Auch beim Shiatsu wird davon ausgegangen, dass der Körper von Energiebahnen, den Meridianen, durchzogen ist, durch die Lebensenergie (Chi) fließt. Die mit speziellen Handgriffen ausgeführte Massage entlang der Meridiane bringt bei Krankheiten blockiertes Chi wieder in Schwung.

Thai-Massage
Diese Massageform hat ihren Ursprung in Indien. Ähnlich wie bei Shiatsu und Akupressur basiert die Thai-Massage auf der Vorstellung, dass der Körper auf bestimmten Bahnen von Lebensenergie (Prana) durchflossen wird. Durch sanfte Handgriffe entlang dieser Bahnen wird die Lebensenergie wieder zum Fließen gebracht. Schmerzen können dadurch gelindert und Krankheiten gebessert werden.

Unterwassermassage
In 34 bis 38°C warmen Wasser wird diese Massage mit einem Druckstrahl aus einem Wasserschlauch ausgeführt. Sie wirkt sehr entspannend und steigert die Hautdurchblutung. Insbesondere nach Operationen, Zerrungen, Prellungen wird die Unterwassermassage bei uns als Heilmittel eingesetzt.

Yin- und Yang-Massage
Dieser Methode liegt die chinesische Auffassung der einander ergänzenden gegensätzlichen Kräfte zugrunde: Yin, die emotionale, passive, besänftigende Energie, und Yang, die aktive, dynamische Kraft. Idealerweise sind in jedem Menschen diese unterschiedlichen Kräfte ausgewogen, doch im täglichen Leben gewinnt meistens eine davon Oberhand. Durch entsprechende Massageübungen können überschüssige Yin- oder Yang-Energien ausgeglichen werden, damit Körper und Seele gesund bleiben. Während die Yin-Massage der Entspannung dient, ist die Yang-Massage ein wahrer Energiespender.

Chiropraktik
Ähnlich wie die Osteopathie arbeitet auch die Chiropraktik mit rund 100 verschiedenen Handgriffen. Die Wirbelsäule wird durch kurzen Druck und Hebelzüge, bei denen der Körper um seine Achse gedreht wird, wieder in eine gerade Position gebracht. Der Grundgedanke dieser Therapie: Ist die Wirbelsäule korrekt ausgerichtet, fördert das die Funktion der Nervenbahnen. Um Schwellungen abklingen zu lassen, arbeitet die Chiropraktik zusätzlich mit lokalen Kälteanwendungen.

Osteopathie
Diese Therapieform versteht den Menschen in seiner Funktionsweise als Einheit, die nur optimal arbeiten kann, wenn Knochen, Muskeln und Bänder aufeinander eingestellt werden. Das Ziel der Osteopathie ist, den Körper in seine korrekte Ausrichtung zu bringen, Muskelverspannungen zu lindern und die Gelenkigkeit zu verbessern. Der Therapeut massiert durch tiefes Kneten, dehnt sanft Muskeln und Gelenke oder bringt den Knochenbau durch leichten Druck und Zug in die richtige Position.

Methode Dorn
Im Gegensatz zur Chiropraktik werden verschobene Wirbel nicht eingerenkt, sondern Fehlstellungen unter konstanter Bewegung der entsprechenden Bereiche und der Muskulatur ausgeglichen. Am Beginn jeder Behandlung steht die Überprüfung der Beinlänge. Schon wenige Zentimeter Unterschied wirken sich auf die Hüftgelenke und schließlich auf die Wirbelsäule aus. Schritt für Schritt bringt der Therapeut aus dem Lot geratene Wirbel sanft, aber bestimmt an den vorgesehenen Platz. Erst wenn alle Wirbel wieder an Ort und Stelle sind, stimmt die Statik und die Beschwerden können langsam abklingen.

Rolfing
Die Rolfing-Methode verbindet Elemente der Alexander-Technik, des Shiatsu und der Osteopathie. Um den Energiefluss im Körper zu fördern und wiederherzustellen, arbeitet Rolfing mit manipulativen Einwirkungen auf das Knochensystem. Eine Weiterentwicklung des Rolfing ist das „Hellerwork“. Neben Manipulations- und Massagetechnik konzentriert es sich auf die Arbeit mit Videos. So kann nicht nur der Therapeut, sondern auch der Patient selbst Bewegungen und Haltung überprüfen.

Alexander-Technik
Mit dieser Methode werden bewusst Haltungsschäden korrigiert. Deshalb bietet sich die Alexander-Technik vor allem zur Vorbeugung an. Dabei liegt der Schwerpunkt weniger auf der ständigen Korrektur der Körperhaltung, als darauf, richtiges Gehen, Stehen oder Sitzen neu zu lernen.

Detensor Methode
Besteht aus einer Therapiematte für den Tag und einem Therapiebett für die Nacht. Der patentierte Lamellen-Aufbau wandelt Körperdruck in leichte horizontale Zugkraft um . die Wirbelsäule wird sanft gedehnt, die Bandscheiben entlastet. Kosten 1945 €

Autogenes Training
In der Grundstufe des autogenen Training wird der Informationsfluß zum Zentralnervensystem beeinflusst. Durch Ruhigstellung und Herabsetzung des Muskeltonus und ruhigem Beobachten des Atemflusses wird ein Entspannungszustand erreicht. Die Überwindung von Schlafstörungen und anderen körperlichen Beschwerden soll erreicht werden. Stress soll abgebaut werden. Die Mittelstufe nützt die erreichte Ruhe zur Spannungsreduzierung, die Oberstufe arbeitet auf der Basis der Grundstufe mit tagtraumartigen Bildern.. Krankheiten und Stress sollen dadurch besser bewältigt werden.

Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen
Der Unterschied zum autogenen Training: Diese Methode ist leichter erlernbar, da man kein ausgeprägtes Vorstellungsvermögen benötigt. 16 Muskelgruppen werden nacheinander einzeln angespannt und wieder entspannt. So kommt es zum aktiven Wahrnehmen von allen Spannungszuständen. Die Methode dient als Gesundheitsprophylaxe bei spannungsbedingten Beschwerden wie Rücken-, Schulter- und Kopfschmerzen.

Kinesiologie
Durch das Erlernen von bestimmten Bewegungen wird der Körper positiv beeinflusst, und die Energie angeregt. Die Kinesiologie arbeitet mit Hilfe von Muskeltests und anderen kinesiologischen Techniken daran, den Hintergrund für Belastungen zu finden. Sie dient der Gesundheitsprophylaxe. Da der Körper sehr schnell und fein auf äußere Einflüsse reagiert, dient der Muskeltest als präzises Rückmeldesystem für körperliches und emotionales Ungleichgewicht.

Atemmassage, Atembehandlung
Sie wird bevorzugt liegend ausgeführt, in Bauch-, Rücken-, oder Seitenlage. Sie kann auch durch die Anwendung von Öl auf der Haut unterstützt werden. Es werden auch Meridianpunkte berücksichtigt, welche reflektorisch den Atem vertiefen. Durch die Arbeit mit Tönen wird das Ausatmen gekräftigt, die Ausdruckskraft intensiviert. Die Atemmassage erhöht die Elastizität der gesamten Rumpfmuskulatur. Verspannungen (Hypertonus) und zu geringe Spannung (Hypotonus) werden beeinflusst. Auf diese Weise können Rückschmerzen, Kopfschmerzen und alle Formen von Verspannungen verbessert werden.

EuGong
EuGong ist ein westlicher Weg mit sanften Übungen Lebensenergie aufzubauen, und zwar als Kombination von sanften Bewegungen in Verbindung mit Aufmerksamkeit. So entsteht ein Übungsprogramm, das man selbst, oder in der Gruppe ausüben kann. Im östlichen Kulturkreis gibt es lange Traditionen mit Energieaufbausystemen wie z.b. QiGong, Tai Chi, Yoga, etc. Im EuGong sind einige dieser Energiemechanismen enthalten. EuGong spezialisiert sich jedoch auf den westlichen Menschen, und seine Möglichkeiten Energiemechanismen in den Alltag einzubauen. Das Wesentliche an EuGong ist, dass Körper, Gefühle und Geist zusammengeführt werden, um das Energie-System zu harmonisieren. Der Geist wird in jede Übungsform mit einbezogen, dadurch wird auch die Aufmerksamkeit geschult. Insgesamt ist EuGong ein gezieltes Atem-, Bewegungs- und Aufmerksamkeitstraining. Interessant ist vor allem, dass es spezifische Programme gibt, die an körperliche Voraussetzungen angepasst werden. 1. EuGong practic Programme für Menschen in „normaler“ körperlicher Verfassung 2. EuGong dynamic Programme für Menschen die ihre äußere und innere Kraft kultivieren wollen. 3. EuGong therapeutic Programme für Menschen, die sich nur eingeschränkt körperlich bewegen können. Die Elemente es EuGong Programmes für Anfänger sind: Grundstellung, Grund Programm, EuGong Dehnungen, Energie Strom Übungen, Zentrierung, Vertiefung.

Sauna
Die Sauna eignet sich vor allem zur Stabilisierung des Immunsystems und beugt Erkältungen vor. Der Kreislauf wird positiv beeinflusst und Stress abgebaut. Nehmen sie sich genügend Zeit. Beginnen sie mit einer Dusche. Die Temperatur einer Sauna sollte nicht mehr als 80 – 90°C betragen, höchstenfalls 100°C. Ein Saunagang sollte ca bis 15 Minuten dauern, anschließend duschen sie kalt, wobei sie nicht mit der Herzgegend beginnen, sondern mit Armen und Beinen. Anschließend wird das Tauchbecken empfohlen. Vor dem zweiten Saunagang empfiehlt es sich ein warmes Fußbad zu nehmen. Der dritte Saunagang ist an und für sich auch der letzte, danach sollten sie beenden. Ruhen sie zwischen den Saunagängen genügend und trinken sie anschließend genügend. Vor dem Saunabesuch nehmen sie eine Mahlzeit zu sich.

Tepidarium
Das Tepidarium ist milder, als die Sauna und die Luft ist trocken. Das Tepidarium (Römerbad) besteht aus unterschiedlich erhitzten Steinfließen, worauf der Körper sich gut erwärmen kann und die Muskeln gelockert werden. Anschließend badet man in lauwarmen und darauffolgend in kälterem Wasser. Ideal für das Immunsystem, und für Personen die keine Sauna vertragen.

Indianische Schwitzhütten
Uralt und noch immer gebräuchlich ist das indianische Schwitzhütten-Ritual. Die Schwitzhütten waren Zelte, die zu einer Art Sauna umfunktioniert wurden. Dazu wurden im Inneren der Zelte glühende Steine als Ofen benutzt, die von Zeit zu Zeit mit Wasser und Heilkräuterauszügen begossen wurden. In der Regel wurde dieses Schwitz-Ritual kurz vor Wintereinbruch zur Reinigung von Körper und Geist vollzogen. Auch die Azteken kannten das Dampf- oder Schwitzbad (temazcalli).

Wechselbäder nach Kneipp
Sie können als Fuß- oder Armbäder, Ganzkörperbäder oder als Wechselduschen durchgeführt werden. Bürstenbäder, dabei wird der Körper im warmen Bad gebürstet. Die Blutzirkulation wird angeregt, das Immunsystem gestärkt. Sie eignen sich ideal als Unterstützung im Bereich der basalen Bäder.

Cremes
Zutaten: 50 ml oder 31/2 EL Kräuteröl, 15 g Bienenwachs, gerieben oder fein geschnitten, 50 ml oder 31/2 EL Kräutertee oder Tinktur. 1. Füllen sie Kräuterölextrakt und Bienenwachs in eine kleine Schüssel und Kräutertee in eine andere. Stellen sie beide Schüsseln in eine feuerfeste Auflaufform und füllen diese mit Wasser knapp unterhalb dem Stand der Flüssigkeiten. Bringen sie das Wasser zum Kochen, reduzieren sie dann die Hitze, und warten sie, bis das Wachs schmilzt. 2. Nehmen sie die Auflaufform vom Herd, und lassen sie sie etwas abkühlen. Heben sie die Schüssel mit dem Kräutertee mit einem Topflappen heraus, und gießen sie den Tee in das Öl, während es mit einem Quirl geschlagen wird. Es ist wichtig, sehr langsam zu gießen, immer nur einige Tropfen auf einmal, und auf unterster Stufe schlagen. 3. Füllen sie die Creme in saubere Gläser, verschließen sie sie, sobald die Creme gesetzt hat. Notieren sie Inhalt, Datum und Verwendungszweck. Cremes halten mit Bienenwachs einige Monate

Sirup
Zutaten: 40 g gehackte Kräuter, 900 ml oder 33/4 Becher Wasser, 450 g Zucker oder Honig. 1. Die gehackten Kräuter und das Wasser zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren und 20 Min. leicht köcheln lassen. 2. Lassen sie die Flüssigkeit leicht abkühlen. Dann in einen Messbecher oder einen anderen Topf sieben. Pressen sie die Kräuter mit einem Löffel aus, damit sie alle Wertstoffe abgeben. Die ausgekochten Kräuter wegwerfen und die Flüssigkeit zurückbehalten. 3. Stellen sie die Flüssigkeit wieder auf den Herd, und lassen sie sie ohne Deckel leicht köcheln, bis sie auf 200ml oder einen knappen Becher eingedickt ist. Je langsamer das geschieht um so besser. Die reduzierte Menge ist eine Abkochung. 4. Geben sie den Zucker oder Honig in den Topf, lösen ihn auf und lassen ihn einige Minuten köcheln, währenddessen ständig rühren, bis die Flüssigkeit sirupartig eingedickt ist. Lassen sie die Mischung einen Augenblick aufkochen, aber nicht überhitzen, sonst karamellisiert der Sirup.
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