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Das Spiel des geistigbehinderten Kindes


Das Spiel des geistigbehinderten Kindes
Aktivität und Initiative zum Spiel entwickeln sich beim Kind von selbst. Es genügt dafür Raum, Material, Zeit, Ruhe und spannungsfreie Atmosphäre zur Verfügung zu stellen. Das nicht-behinderte Kind findet heraus, was es mit den verschiedenen Dingen seiner Umwelt machen kann. So entsteht wieder ein Verhältnis zur Umwelt.
Kinder mit geistigen Behinderungen machen aber deswegen keinen unzufriedenen Eindruck. Sie dösen oft vor sich hin und machen stereotype Bewegungen mit dem Körper oder einem Gegenstand. Die Ausführung einfacher Tätigkeiten wird unzählige Male wiederholt. Der Verlauf des Spiels ist spannungslos und hat kein eigentliches Ende es wird häufig abgebrochen.
So wie das nicht-behinderte Kind seine Umwelt entdeckt, entdeckt es auch seinen eigenene Körper. (Betrachten der Hände und Füße, Erlebnis der eigenen Sprache.) Ein körperbehindertes Kind kann vielleicht seine Hände gar nicht sehen. Diese Bewegungslosikeit kann nicht zum Nachsehen anregen. Dadurch fehlt auch das Erleben von Bewegung, Licht- und Schattenspiel der Hände, Durchschauen zwischen den Fingern. Folglich fehlen auch die Impulse für die Entwicklung des Raumgefühls und des Gleichgewichtssinns. hochgradig geistig-behinderte Kinder kommen oft gar nicht dazu einen Gegenstand in ihr Spiel mit einzubeziehen.
Somit bleibt die erste primitive Stufe des Spielens - das Drehen und Bewegen der Hände die einzige spielerische motorische Aktivität überhaupt. Manche Kinder hängen mit unbeschreiblicher Zähigkeit an einem einzigen Gegenstand.(z.b. Bändchen, Stofftier, Lego). Derart einseitig orientiertes Spielen kann pathologisch sein.
Ziel der Förderung muss es sein, diese Begrenzung aufzuschließen, und durch das Anbieten anderer Spielobjekte das Interesse des Kindes anzuregen und zu erweitern. Solches Spielzeug muss natürlich starken Aufforderungscharakter haben. Die Möglichkeit in der Entwicklung und Bildung im Spiel sind für das geistig-behinderte Kind, dass sich selbst überlassen wird sehr gering, da ihm bestimmte Möglichkeiten zu Eigenaktivität und Initiative fehlen.
Dem behinderten Kind muss das Spielen verstärkt angeboten werden. Mit Hilfe der Erwachsenen soll das Kind im Spiel neue Ausdrucksmittel finden und ebenso wie das nicht-behinderte Kind die Möglichkeit vorfinden, eigene Probleme zu verarbeiten. (z.b im Rollenspiel). Das geistig-behinderte Kind kann am besten durch systematisch vorbereitetes Spiel gefördert werden.
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